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Niedersächsische
Bingo-Umweltstiftung

Emmichplatz 4
30175 Hannover

Telefon: 0511 - 897 697-0
Fax: 0511 - 897 697-11

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Zusätzliche Maßnahmen bei der Anlage von Streuobstwiesen

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert schwerpunktmäßig die Anlage und Entwicklung von Streuobstwiesen (siehe Punkt 3.6, Anlage zu den Förderrichtlinien zum Förderzweck Umwelt- und Naturschutz). Damit ist in erster Linie die Unterstützung bei der Anpflanzung von Hochstamm-Obstbäumen in alten, insbesondere regionalen Kultursorten zur Erhöhung der Biodiversität gemeint.

Darüber hinaus sieht es die Stiftung vor dem Hintergrund des Artenschutzes als wichtig an, neben der Anpflanzung von Bäumen weitere konkrete Maßnahmen durchzuführen, die zu einer ökologischen Aufwertung der Streuobstwiese führen. Dazu kann folgendes gehören:

  • Anpflanzen von Sommerlinden oder anderen Gehölzen (max. 50 Euro pro Baum), die einen ähnlichen Blühzeitraum haben, um Bienen im Sommer eine Tracht zu bieten.
  • Anbringung von Nistkästen und -möglichkeiten für Vögel oder Fledermäuse
  • Anlage eines Insektenhotels (Bitte beachten Sie dabei folgende Hinweise http://www.wildbienen.info/artenschutz/untaugliche_nisthilfen_A.php.)
  • Anlage eines Lesesteinhaufens
  • Anlage eines Totholzhaufens oder einer Benjeshecke
  • Anpflanzung von Blühpflanzen als Wildblumenwiese, Blühstreifen oder Ähnlichem (Bitte bedenken Sie, dass die Stiftung nur regional zertifiziertes Saatgut (Siegel vom Verband Deutscher Wildsamen und Wildpflanzenproduzenten e.V. und das Siegel RegioZert) entsprechend der Saatgutregion mit einer Aussaatdichte von 2 g/m² fördern kann. Alternativ kann ein Aufbringen von Mahdgut mit den gewünschten Arten (Mahdgutübertragung) geschehen.)
  • Nutzung oder Pflege, zumindest eines Teils des Grünlandes, um hinreichend kurzrasige Flächen (Nahrungshabitat für Steinkauz) zu fördern
  • Verwendung ausreichend langer Pflanzpfähle als Aufstellung einer Ansitzwarte für Greifvögel.

All diese Maßnahmen dienen dazu, bestimmten Tier- und Pflanzenarten Lebensräume zu bieten, die in der intensiv genutzten Agrarlandschaft selten geworden sind. Dies stellt eine gute Ergänzung des Biotoptyps Streuobstwiese dar. Insofern erwartet die Stiftung von den Antragsstellern, bei der Anlage einer Streuobstwiese zu überdenken, welche dieser vorgeschlagenen Maßnahmen konkret vor Ort realisierbar wäre, und dann mindestens vier davon in das geplante Streuobstwiesenprojekt zu integrieren. Die dabei anfallenden Kosten können natürlich auch bei der Bingo-Umweltstiftung beantragt werden.

 

Bitte beachten Sie, dass wir die Obstbäume mit max. 30 € / Stück (inkl. MwSt.) fördern.

 

Die Stiftung begrüßt die Errichtung einer Infotafel am Projektgebiet, wenn dieses an einem öffentlichkeitswirksamen Weg liegt. Die Kosten für das Schild können mit beantragt werden.